Die Alternativen im Überblick
🌬️ Wärmepumpe
Kosten: 15.000–40.000 € (je nach Typ), nach BEG-Förderung deutlich weniger.
Vorteile: Klimafreundlich, niedrige Betriebskosten bei gutem Wirkungsgrad, zukunftssicher.
Für wen: Gut gedämmte Häuser, Neubau, Gebäude mit Fußbodenheizung.
Förderung: Bis zu 70% über BEG (BAFA).
🪵 Pelletheizung
Kosten: 18.000–30.000 € inkl. Einbau und Lagerraum.
Vorteile: Nahezu CO₂-neutral (nachwachsender Rohstoff), hoher Wirkungsgrad.
Für wen: Einfamilienhäuser mit ausreichend Platz für Pelletsilo, ländliche Lagen.
Förderung: Bis zu 55% über BEG.
🏙️ Fernwärme
Kosten: Hausanschluss ca. 5.000–15.000 €, dann monatliche Grundgebühr.
Vorteile: Kein eigener Kessel nötig, wenig Wartungsaufwand.
Für wen: Städtische Lagen mit verfügbarem Fernwärmenetz.
Nachteil: Abhängigkeit vom lokalen Versorger, Preisentwicklung schwer kontrollierbar.
⚡ Hybridheizung
Kosten: 12.000–22.000 € (Kombination Gas/Öl + Wärmepumpe).
Vorteile: Sanfter Übergang, Wärmepumpe läuft im effizienten Bereich, Gas/Öl als Spitzenlastabsicherung.
Für wen: Altbaubesitzer, die den Umstieg schrittweise angehen wollen.
Förderung: Bis zu 60% über BEG.
Für wen bleibt Gas 2026 die beste Wahl?
Trotz der Energiewende ist Gas 2026 für viele Haushalte weiterhin die pragmatischste Lösung:
- Altbau ohne Sanierungsplan: Wer in einem unsanierten Gründerzeithaus wohnt, profitiert kaum von einer Wärmepumpe — der Wirkungsgrad wäre zu niedrig. Gas bleibt vorerst sinnvoll.
- Übergangsphase: Wer den Umstieg plant, aber noch auf Fördergelder oder die Sanierung wartet, sollte in dieser Zeit zumindest günstig Gas beziehen — nicht im teuren Grundversorgungstarif.
- Mietwohnungen: Mieter haben keinen Einfluss auf das Heizsystem. Hier lässt sich nur beim Gastarif optimieren.
- Kurzfristig: Eine neue Heizung braucht Planung — bis zum tatsächlichen Umstieg lohnt sich immer der Vergleich der günstigsten Gastarife.
Förderung 2026: Das Wichtigste zur BEG
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über das BAFA ist das zentrale Förderprogramm für den Heizungstausch:
- Grundförderung: 30% der förderfähigen Kosten (bis 30.000 €)
- Klimageschwindigkeitsbonus: +20% für den Austausch einer funktionstüchtigen Gas- oder Ölheizung bis Ende 2028
- Einkommensbonus: +30% für Haushalte mit zu versteuerndem Jahreseinkommen unter 40.000 €
- Maximum kombiniert: Bis zu 70% Förderung möglich
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Lassen Sie sich vorab von einem Energieberater beraten (ebenfalls förderbar).
Solange Sie noch mit Gas heizen: Jetzt günstig wechseln
Wer den Umstieg plant, aber noch etwas Zeit braucht: In dieser Phase mit einem günstigen Gastarif bis zu 500€ pro Jahr sparen.
Häufige Fragen zu Heizungsalternativen
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